Erste Studie zu den Marktpotenzialen für
IP-basiertes Fernsehen in Deutschland
In den meisten westeuropäischen Ländern, insbesondere
in Frankreich und in Italien, wurden IPTV-Angebote bereits erfolgreich im
Markt eingeführt. In Deutschland beschränken sich Videodienste derzeit auf
Video on Demand. Noch 2006 werden allerdings die wichtigsten
Telekommunikationsunternehmen mit linearen IPTV-Angeboten auf den Markt
kommen.
IPTV (die Übertragung von TV-Signalen über das
Internet auf den Fernseher) hat das Potenzial, als "vierter Weg" zu einer
ernsthaften Konkurrenz für die bestehenden TV-Distributionswege zu
werden. Goldmedia hat erstmals eine wissenschaftlich fundierte und
umfassende Marktanalyse dieser Zukunfts- und Wachstumsbranche für
Deutschland vorgelegt.
Die Studie IPTV 2010. Marktpotenziale für
IP-basiertes Fernsehen in Deutschland" analysiert alle für eine
Markteinführung wichtigen Bereiche: technologische Entwicklungen, rechtliche
Aspekte sowie IPTV-Inhalte aus TV-Anbietersicht. Sie enthält
eine Systematisierung der bestehenden und geplanten Angebote in Deutschland,
diskutiert Business Modelle und entwirft Entwicklungsszenarien für IPTV in
Deutschland bis 2010. Die Studie enthält erstmals eine Marktpotenzialanalyse
und eine Hochrechnung. Analysen und Case Studies zu bestehenden
IPTV-Angeboten in Europa geben ausführliche Informationen zur
internationalen Entwicklung.
Die Studie wurde mit Unterstützung der Siemens AG
veröffentlicht.
Goldmedia-Prognose: 1,3 Mio. Haushalte
nutzen IPTV in 2010
In Deutschland beschränken sich
Videodienste über DSL derzeit noch auf Video-On-Demand. Goldmedia erwartet
jedoch, dass noch 2006 die wichtigsten
Telekommunikationsunternehmen mit
linearen IPTV-Angeboten in Deutschland auf den Markt kommen werden.
Goldmedia prognostiziert, dass in Deutschland bis 2010 rund 1,3 Millionen
Haushalte Fernsehen über das Internet-Protokoll empfangen werden.

Technische Voraussetzungen bestehen - DSL wird
zum Multimediaanschluss
Mit mehr als 10 Millionen Anschlüssen
gelangte Ende 2005 jeder vierte deutsche Haushalt breitbandig ins Internet.
Die dominierende Technologie für Breitbandinternet in Deutschland ist nach
wie vor DSL. Durch immer größere Bandbreiten ist neben der Übertragung von
Sprach- und Datendiensten schon jetzt die Distribution von TV-Signalen
realisierbar.
Die Netzbetreiber rüsten zudem derzeit
massiv auf: ADSL2+ und VDSL ermöglichen noch deutlich größere Bandbreiten,
mit denen auch die Übertragung von HDTV problemlos erfolgen kann.
IPTV bietet Nutzern und
Sendern Mehrwert: Angebotsvielfalt und Interaktion

Fernsehen über das Internet-Protokoll ist aus Kundensicht höchst attraktiv,
stehen dem Fernsehkonsumenten doch zahlreiche neue Programmangebote zur
Verfügung. Der große Vorteil von IPTV ist zudem der Rückkanal. Er bietet dem
Zuschauer neben der Nutzung von Filmabrufdiensten (Video-on-Demand) auch
interaktive Möglichkeiten: Shopping, Online-Spiele, Sport-Wetten oder
Online-Versteigerungen.
Für TV-Anbieter ergibt sich durch IPTV
ein weiterer Übertragungsweg und zugleich die Chance, viele neue Angebote,
z.B. Spartenkanäle für spezielle Zielgruppen, zu platzieren.

IPTV in Deutschland als "Vierter Weg" oder
Zusatzoption
IPTV ist sowohl als ´vierter Weg´ und vollwertige
Infrastruktur neben den bestehenden TV-Distributionswegen denkbar, aber auch
als zusätzliche Option in einem hybriden Geschäftsmodell. Dieses Modell ist
besonders für DVB-T und den Satelliten interessant.